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Flüchtlingsthematik: Besuch der Ausstellungseröffnung „Schwarz ist der Ozean“ in der Zentralbibliothek Köln am 21. September (Soziologie Grundkurs, 5. Semester)

Anlässlich der aktuellen Flüchtlingsthematik besuchten wir mit dem Soziologie-Grundkurs von Herrn Wallmann die Eröffnung der Ausstellung „Schwarz ist der Ozean – Zur Geschichte von (Zwangs-)Migration und Flucht“ in der Stadtbibliothek.

Da das Thema in der zweiten Hälfte des 5. Semesters auch bei uns im Unterricht behandelt wird, bot die Veranstaltung eine gute Gelegenheit, um einen ersten thematischen Eindruck zu erhalten. Kooperationspartner der Veranstaltungsreihe sind unter anderem  das „Katholische Bildungswerk“, die „Initiative Kein Mensch Ist Illegal“ und die „Filminitiative Köln“.

Etwa gegen 18:30 Uhr begannen verschiedene Redner eine kleine Einleitung in den Verlauf des Abends zu geben und über„ Die Entstehung der afrikanischen Diaspora“ zu informieren.  Zudem ist noch bis Oktober eine kleine Ausstellung des französischen Künstlers William Adjété Wilson zu sehen. Dieser versucht durch eine Stoffnähtechnik, die aus dem alten Königreich Dahome stammt, die Fluchtsituationen zum Ausdruck zu bringen. Diese doch sehr kritischen und zeitbezogenen Kunstwerke zeigen die Beziehungen zwischen Europa, Afrika und Amerika auf.  Durch einen jungen Historiker wurden die Werke zudem in die entsprechenden historischen Zusammenhängen eingeordnet. Der Abend wurde darüber hinaus an zwei Stellen sogar von einer vierköpfigen Band begleitet, die neben in Europa sehr bekannten Instrumenten  (Schlagzeug, E-Gitarre) auch zwei typisch afrikanische Instrumente (Krar und klassische Bongo) nutze.

Das interessanteste Element des Abends für mich war der Film „Assmat“, was so viel heißt wie „Namen“. Gedreht wurde er 2014, anlässlich eines Schiffsunglücks im Mittelmeer, bei dem 368 Menschen zu Tode kamen. Der Produzent des Films steht in einer besonderen Verbindung zum Film, da er selbst als Flüchtling das Mittelmeer überquerte. In einem vorigen Film, der am ersten Abend der Veranstaltungsreihe gezeigt wurde, stellte er die eigene Flucht mittels einer Handykamera dar. Der Film „Assmat“, welcher kunstvoll mit klassischer Musik und Zeichnungen unterlegt war, erwähnt alle 368 Opfer in einer sehr empathischen Art und Weise. Den Namen wurden Bedeutungen und/oder Eigenschaften zugesprochen, die bewirkten, dass die Anteilnahme an den Verstorbenen erhöht wurde. Zudem wurde der Eindruck erzeugt, dass jedes einzelne der Opfer eine wichtige Rolle als Lebende/r gespielt haben und es auch jetzt, als Verstorbene, noch immer tun. Anschließend wurde auf Wunsch einer Besucherin eine Gedenkminute erbracht. Der Film warf viele Fragen auf, die in einer anschließenden Publikumsrunde angesprochen werden konnten. Allerdings konnten diese nicht immer umfangreich beantwortet werden, da sich teils aufgrund von leicht eingeschränkten Englischkenntnissen vereinzelt kleinere Probleme bei der Übersetzung zeigten. Trotzdem war der Abend für mich gelungen und brachte einen guten Einstieg in die Thematik.

Kurzbericht von Olaf Schallenberg (5.Semester)