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Wenn du glaubst, dass du ein Adler bist…

Universitätsdozent Dr. med. Güttler referiert am Köln-Kolleg über die Wirkungsweisen von Drogen

„Je mehr es reinhaut, desto süchtiger macht es auch!“, so Dr. med. Kuno Güttler vom Institut für Pharmakologie der Universität zu Köln. Im Rahmen des durch die Studierendenschaft angestoßenen Suchtpräventionsprojekts hat der Mediziner am 19.10.17 einen Vortrag über die Wirkungsweisen von Drogen am Köln-Kolleg gehalten. Damit erweiterte nun auch der Fachbereich Biologie das fachübergreifende Projekt um den neuronalen und medizinischen Aspekt.

Herr Klemmstein begrüßt die Studierenden und Herrn Dr. Güttler

Kokain, Heroin, LSD, Ecstasy, legal highs - die bekanntesten Suchtmittel wurden von Dr. Güttler hinsichtlich ihrer Wirkungsmechanismen im Gehirn, vor allem aber auch in Bezug auf ihre erwünschten und unerwünschten Wirkungen analysiert. Dabei erfuhren die Studierenden viel über die großen Gefahren, die der Drogenkonsum mit sich bringt: Von Atemdepression über Synästhesien bis zu Halluzinationen. „Wenn man schon LSD konsumiert, dann niemals ohne Begleiter. Denn wenn du glaubst, dass du ein Adler bist, und vom Balkon losfliegen willst, dann brauchst du jemanden, der dich festhält.“ Nicht wenige vermeintliche Suizide, von denen wir anschließend in der Zeitung läsen, seien auf solche durch Drogen ausgelösten Wahnvorstellungen zurückzuführen.

Dr. Güttler ergänzte seinen Vortrag durch aktuelle Zeitungsmeldungen über Kölner Drogengeschichten und prominente Drogen-Opfer sowie Szenen aus dem Film „Trainspotting“, die sehr treffend die Dramatik des Drogenkonsums aufzeigten. Er schaffte es, ohne den erhobenen Zeigefinger differenziert die Gefahren des Drogenkonsums zu verdeutlichen, indem er bei den Studierenden den richtigen Ton traf: die Studierenden als selbstbestimmte, mündige Individuen anzusprechen und ihnen die wissenschaftliche Seite der Sucht nahezubringen.

Doch am Ende konnte er nicht umhin, vor den sogenannten „legal highs“ zu warnen. „Ihre Wirkung ist oft unerforscht und unabsehbar und dadurch sind sie noch gefährlicher“, so der Mediziner. Die Veranstaltung wurde vorrangig für das fünfte und sechste Semester als Ergänzung zum Bereich Neurobiologie ausgerichtet. Dennoch kam eine Vielzahl von Studierenden aus anderen Semestern – ein Indiz für das große Interesse an diesem Thema.