Skip to content
  • images/sliderlogo/sliderlogo-a.png
  • images/sliderlogo/sliderlogo-b.png
  • images/sliderlogo/sliderlogo-c.png
  • images/sliderlogo/sliderlogo-d.png
  • images/sliderlogo/sliderlogo-e.png
   
   

Die Sprache Latein

Latein war ursprünglich die Sprache der Latiner , eines kleinen Bauernvolkes in Mittelitalien. Der Hauptort ihres Siedlungsgebietes war eine kleine, an dem Fluss Tiber auf sieben Hügeln errichtete Siedlung namens Rom. Rundherum siedelten andere, zunächst weit mächtigere Völker wie die Etrusker, die Volsker, die Sabiner, die ihre eigenen Sprachen hatten.

{tip }{/tip}
{tip } {/tip}

Dass Latein zur Weltsprache wurde und wir kaum noch etwas über andere Sprachen wie das Etruskische, das Volskische oder das Sabinische wissen, liegt in der Tatsache begründet, dass sich das Volk der Latiner in einem Zeitraum, der sich über ca. 7 Jahrhunderte erstreckte, durch Kriege, aber auch durch geschickte politische Allianzen zunächst auf der italischen Halbinsel gegen die anderen Völker durchsetzte, danach in insgesamt drei Kriegen die damalige Weltmacht Karthago besiegte und im Anschluss das Imperium Romanum über fast die ganze damals bekannte Welt ausdehnte.

Dieses erstreckte sich in seiner größten Ausdehnung unter Kaiser Trajan (53 - 117 n. Chr.) vom Hadrianswall an der Grenze zwischen England und Schottland im Norden bis zur Sahara im Süden, von der Atlantikküste Spaniens, Portugals und Frankreichs im Westen bis an die Grenzen des heutigen Iran im Osten

{tip }{/tip} {tip }{/tip}{tip }{/tip}

 

 

 

 

Daher prägt das Lateinische viele moderne europäische Sprachen wie Französisch, Spanisch und Englisch. Aber auch im Deutschen finden sich in der Alltagssprache viele Worte, die aus dem Lateinischen stammen, ohne dass diese von uns als "Fremdworte" wahrgenommen werden.

Aber auch in anderer Hinsicht haben die Römer überall ihre Spuren hinterlassen. Überreste römischer Bauwerke finden sich z.B. in Frankreich, in Spanien, in der Türkei, in Trier und - nicht zu vergessen - in Köln , einer zunächst von den Römern als militärischer Stützpunkt genutzten Siedlung der Ubier, die dann unter Kaiser Claudius (10 v. Chr. - 54 n. Chr.) unter dem Namen Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA)  zur römischen Kolonie erhoben wurde. Früher sagten die Menschen damals wahrscheinlich kurz, sie würden "ad Coloniam", d. h. zur Kolonie, fahren, wenn sie dorthin wollten. Daraus wurde dann "Köln" oder "Cologne".

Eine der wichtigsten Hinterlassenschaften und kulturellen Errungenschaften , die die Römer uns hinterlassen haben, ist aber das römische Rechtswesen, das dem modernen Rechtswesen in fast allen Ländern zugrunde liegt, und dessen Bezeich­nung in fast allen Ländern von dem lateinischen Wort iustitia ("Gerechtigkeit") abgeleitet ist. 

Aber auch viele moderne Werke in Literatur, Malerei, Film und Theater würden ohne die Römer nicht existieren oder anders aussehen. Dazu zählen Theaterstücke wie "Romeo und Julia" (1597, William Shakespeare), Musicals wie "My fair Lady" (1956; Frederick Loewe / Alen Lerner) , Filme wie "Oh Brother, where art thou?" (2000, Ethan und Joel Coen). Denn die Römer und darunter insbesondere der lateinische Dichter Ovid in seinem Werk "Metamorphosen" haben uns nicht nur ihre eigenen, sondern auch die griechischen Mythen und Sagen nahegebracht.