Philosophie

Das Fach Philosophie

Philosophie ist „Denken ohne Geländer“ (Hannah Arendt, 1906-1975).

In der Philosophie geht es weniger um festes Wissen, das man schwarz auf weiß nach Hause tragen kann, als vielmehr um das philosophische Staunen und Fragen. Im Philosophieunterricht stehen daher das gründliche Nach- und Selbst-Denken sowie der argumentative und begrifflich präzise Austausch im Unterrichtsgespräch im Mittelpunkt. Am Beginn stehen nicht philosophische Texte und Autor*innen, sondern Fragen und Probleme. Um mögliche Antworten auf diese philosophischen Fragen zu finden, werden dann klassische Antworten von Denker*innen aus den verschiedensten Epochen an Texten in ihrem Argumentationsgang erarbeitet, kontextualisiert und auf ihre Überzeugungskraft, Aktualität und Relevanz hin untersucht.

Unterrichtsinhalte

Einführungsphase (2 Wochenstunden)

1. Semester: Einführung in die Eigenart philosophischen Fragens und Denkens sowie die Grundfragen der Erkenntnistheorie

2. Semester: Einführung in ethische Grundprobleme sowie metaphysische Fragestellungen

Qualifikationsphase (3 Wochenstunden)

  • Anthropologie: Was macht den Menschen zum Menschen? Wie frei ist unser Wille? Was war zuerst da, der Mensch oder die Gesellschaft? 
  • Ethik (Moralphilosophie): Welche Werte und Ziele sollten Menschen in ihrem Handeln verfolgen, um ein gutes und glückliches Leben zu leben? Wie werden diese Werte und Ziele begründet? 
  • Staatsphilosophie: Grundprobleme der Politik und Gesellschaft (Aufgabe des Staates, Verhältnis von Individuum und Gemeinschaft, Grundrechte, Staatsformen, Utopien, Gewalt, Gerechtigkeit)
  • Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie: Gibt es sicheres Wissen? Wie funktioniert das Erkennen der Welt? Wie arbeitet die (Natur-)wissenschaft und (wie) kommt sie zu gesicherter Erkenntnis?